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Plädoyer für Sachwerte

Der Großteil deutscher Bürger scheut sich, Sachwerte, wie Immobilien und Aktien, zu kaufen. Begründet liegt dies wohl in den alten Tugenden unserer Vorfahren, welche stets Sparbücher und Co. favorisierten. Sie taten das zurecht. Vor einigen Jahrzehnten erhielten Sparbuchanleger noch weit über 4% Zinsen. Heute gehören diese Tage jedoch unlängst der Vergangenheit an und sind abgeschlossen.

Dennoch halten, auch in den stürmischen Zeiten des 21. Jahrhunderts, viele Mitmenschen zu den alten, nahezu zinslosen Anlagemöglichkeiten. Die Folgen sind fatal. Bargeld und Sparprodukte mit unter 2 % Jahreszins machen diese Bürger von Tag zu Tag ärmer. Die Inflation vernichtet so jährlich 15 Milliarden Euro Guthaben deutscher Bürger!

Dem Staate macht dies allerdings überhaupt nichts aus, denn er gehört schließlich zu der Gruppe, die am meisten von unserem Schuldgeldsystem profitiert. Mittlerweile ist es schon einige Zeit so, dass Schuldner vom System stärker begünstigt werden, als Sparer. Geld wird im Überdruss gedruckt und ist billig wie nie. Dass die meisten Staaten ihre Schulden niemals tilgen können, sollte jedem gewiss sein.

Unser Zinseszinssystem generiert globale Kreditlasten, die irgendwann in Zukunft vermutlich zu einem Kollaps führen werden. Das System muss permanent durch Wachstum gefüttert werden, um aufrechterhalten zu werden. Begibt man sich in die Tier- und Pflanzenwelt, gibt es so etwas gar nicht. Und wenn, dann ist es eher ein krankes System. Doch wer kommt denn eigentlich für die Missetaten der großen Institutionen auf? Selbstverständlich der Bürger.

Niemand kann und sollte sich deshalb einfach den Steuerabgaben entziehen. Es gibt allerdings andere Wege, sich nicht vom Staat enteignen zu lassen und vom System zu profitieren. Die großen Schuldner müssen ihre Schulden vom Bürger zahlen lassen. Derzeit wird das Giral- und Bargeld schleichend enteignet. Treten jedoch größere Probleme auf, nutzen Staaten andere Methoden, wie hyperinflationäre Bedingungen. Geld büßt in solchen Zeiten noch viel mehr an Wert ein.

Sachwerte rentieren über der Inflation. Sie sind ein idealer Schutz vor Enteignung. Auf Grund ihrer Eigenschaften, sind sie das probateste Mittel, um Wohlstand zu schützen oder aufzubauen. Ein weiterer, gravierender Vorteil ist, dass sie unabhängig machen. In Zukunft wird es immer wichtiger sein, nicht vom Staat abhängig zu sein. Wer alleinig auf das Rentensystem bzw. den Generationenvertrag angewiesen ist, welcher aus demographischen Gesichtspunkten völlig hinfällig ist, wird einen, mit finanziellen Problemen behafteten, Lebensabend verbringen. Aktien sind vor allem interessant, weil heutzutage wirklich jeder von ihnen profitieren kann.

Vorteile von der Langfristanlage in Aktien:

+ Schutz vor Inflation und damit vor Enteignung
+ Machen ökonomisch unabhängig
+ Bereits Kleinbeträge wachsen durch den Zinseszins
+ Partizipieren an der wachsenden Weltwirtschaft
+ Unterstützen von Unternehmen
+ Geld arbeitet für den Investor
+ Steuerbegünstigungen

 

Die besten Aktien finden

Wir Menschen sind, mit Verlaub, von Natur aus eigentlich ziemlich schlichte Gemüter und möchten es uns auch bei der Geldanlage so leicht wie möglich machen. Weil es die Meisten simpel haben möchten und sich von Emotionen einnehmen lassen, lassen sich viele Mitbürger in die Irre führen. Viele erhoffen sich, dass sie auf irgendeiner Internetseite, in einem Börsenbrief, Newsletter oder dergleichen geheime Aktientipps erhalten, die ihnen die höchsten Renditen bescheren. Wer jedoch versucht, kostenlos und unverbindlich seine Geldanlage auf ein Optimum zu stellen, wird in die Fänge von falschen und unseriösen Versprechen geraten und letztlich mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern. Sinnvoll investieren bedeutet, autonom und rational von der Stimmung an den Börsen, zu denken.

Gerade exzellente Unternehmen werden an der Börse zu teuren Kursen gehandelt, da diese oft über Jahre beeindruckende Zahlen vorlegen. Einige Anleger möchten daraufhin auch gerne Anteile dieser Firmen erwerben. Gute Unternehmen zu kaufen, deren Kurse hoch sind, ist an der Börse allerdings keine gute Idee. Da der Investor weit vom Substanzwert, also dem materiellen Vermögen der Firma, entfernt kauft, setzt er sich den oft nach oben oder unten übertriebenen Stimmungen des Marktes aus. Unternehmen, die sehr rentable Gewinne ausweisen und ein hohes Wachstum verzeichnen, sind meist dementsprechend für Jahrzehnte in dieser Erwartungshaltung an der Börse eingepreist. Die Kurse solcher Unternehmen steigen oftmals schneller, als die Gewinne, wenn der allgemeine Markt die Ertragskraft entdeckt hat. Viele, die dann zu Kurs-Gewinn-Verhältnissen jenseits von 25 (gilt nicht für alle Branchen und Unternehmen als teuer, aber für die meisten) kaufen, vergessen, was an der Börse Gesetz ist: Umso höher die Kurse steigen, umso höher werden sie fallen. Umso weiter und schneller es hinaufgeht, umso vergesslicher scheint der gemeine Anleger zu werden und auch umso euphorischer. Mit Hilfe des Value-Investings geschieht dem Anleger kein solcher Fauxpas. Die Devise an der Börse lautet immer: Zu billigen Kursen kaufen (auf den Buchwert bezogen) und zu teuren Kursen verkaufen. Manche Anleger scheinen jedoch gehemmt, wenn sie sich mit billigen Aktien beschäftigen sollen, die Kurseinbrüche verzeichneten. Diese Mauerblümchen, Benjamin Graham nannte sie Zigarettenstummel, die teilweise sogar unter Nettoumlaufvermögen gehandelt werden, also quasi neben dem Firmenbesitz (Gebäude, Maschinen, Fuhrpark etc.) das operative Geschäft gratis mit hergeben, werden negativ beäugt, da der Chart, das schrecklicherweise wichtigste für viele Anleger, schlecht aussieht. Selbstverständlich kann auch ein Unternehmen, das zum Substanzwert oder darunter gehandelt wird, auch noch weiterfallen. Dieses Risiko besteht immer. Dennoch ist empirisch belegt, dass solche unterbewerteten Unternehmen, klugen Investoren helfen, langfristig Überrenditen zu generieren. Beliebte und angesagte Unternehmen sind stets verlockend. Ein auf Erfolg besonnener Anleger sollte sie jedoch so lange anderen überlassen, bis sie durch z.B. überzogene Meldungen oder allgemeine Marktabschwünge, günstig zu haben sind.

 

Wer über längere Zeit Erfolge an der Börse verzeichnen will, muss Zeit für das Thema Geld- und Kapitalanlage aufwenden. Als kompaktes Werk für die wichtigsten Belange an der Börse, empfiehlt sich der Aktienmasterkurs. Des Weiteren empfehlen sich Bücher des Finanzbuchverlages und unabhängige Honorarberater für jene, die sich gar keine Zeit für dieses wichtige Thema nehmen möchten/können.